Es begann mit Mandeln und Honig...

"De medicinis et cibis semplicibus", in diesem,angeblich von einem arabischen Arzt im XI Jahrhundert verfassten Werk, wird das Wort "turun" wohl zum ersten Mal schriftlich erwähnt.

Die arabische Küche verwendete schon länger Honig und Mandeln als Grundlage für ihre Süssspeisen und so gelangten diese auch inklusive dem "turun" mit der maurischen Invasion Spaniens nach Al-andalus .

Die abgewandelte spanische Version des Turrón entsteht um das XV Jahrhundert in der Provinz Alicante, unter der Regentschaft von Carlos V.

Die Geschichte berichtet auch, dass der uns jetzt bekannte Turrón wohl schon im XVI Jahrhundert in Jijona (daher sein ursprungsgeschützter Name "Jijona y turrón de Alicante“ ) bekannt war (1585 Conductos de Navidad „in allen Häusern Jijonas riecht es nach Honig, da in allen Turrón hergestellt wurde, verglichen mit unseren Spekulatius oder Lebkuchen).

Der Turrón de Jijona wird aus gerösteten Mandeln und Honig in kreisenden Kesseln unter leichter Flamme mit Zucker vermengt hergestellt und noch weitere Male bearbeitet,damit eine gleichmässige Masse entsteht, die dann ausgekühlt in circa 1cm Streifen geschnitten wird. Je mehr Mandeln der Turrón enthält, desdo mehr muss dieser extra nochmals bis zu 72 Stunden „ruhen“,um dieses Öl vollständig absondern zu können.

Der Turrón de Alicante wird nach dem selben Prozedere hergestellt, allerdings wird der Masse Eiweiss zugeführt, und diese dann auf Oblaten verteilt und dann erst geschnitten.

Zu diesen traditionellen und namentlich geschützten Sorten des Turróns gesellen sich natürlich noch der Turrón de chocolate und viele weitere wohlschmeckende Varianten hinzu.

So hat die arabische Kultur vergangener Jahrhunderte dafür gesorgt, dass wir bis zum heutigen Tage nicht nur in Spanien zur Advents-und Weihnachtszeit diese natürlichen Süssigkeiten geniessen können und wir können nur hoffen, dass diese auch auf dem deutschen Plätzchenteller Platz finden. Denn dann wäre die Völkerverständigung wenigstens kulinarisch schon gelungen.

Quelle: http://jijona.com/